Warum sind Tennisspieler so gut im Fußball? Hier ist eine Antwort auf die Fähigkeiten von Sinner, Alcaraz und Sabalenka

Die US Open endeten kürzlich mit Siegen für Jannik Sinner und Aryna Sabalenka in den Kategorien Männer bzw. Frauen. Der Wettbewerb festigte nicht nur den Status der ersteren und brachte Letztere näher an die Spitze der WTA-Rangliste, die derzeit von Iga Świątek veranstaltet wird, sondern hob auch ihre fußballerischen Fähigkeiten hervor: Sinners scharfe Ballkontrolle mit Volleys und Sabalenkas Kampfsportart, der aufgrund ihrer Koordination einige an Zlatan Ibrahimović erinnert haben könnte. Aber das ist keine Überraschung, denn wir wussten schon immer, wie gut Tennisspieler im Fußball sind: Roger Federer hat es nie verheimlicht, genau wie der junge Carlos Alcaraz. Das Gleiche gilt für Rafael Nadal, der seine Fußballfähigkeiten vielleicht mehr als jeder andere unter Beweis stellte. Auf YouTube gibt es ein Video, das seine Fähigkeiten auf und neben dem Tennisplatz zusammenfasst. Kurzum, obwohl keiner dieser Namen versucht hat, im Fußball zu debütieren — nicht ganz wie Usain Bolt —, kann man sich fragen, warum Tennisspieler sich so für Fußball interessieren, ihn aber auch so gut können. Es gibt zwei Hauptgründe: Der eine ist psychologischer Natur und der andere ist deutlich technischer Natur.

Der psychologische Grund

In seinem berühmten Werk Tennis as a Religious Experience konzentriert sich der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace darauf, die Spiele seines Sportidols Roger Federer zu beschreiben und dabei die makellose Anmut und Eleganz seiner raffinierten Bewegungen hervorzuheben. Dies zeigt, dass Klasse in Kombination mit Technik ein entscheidendes Element für die weltbesten Athleten ist, die davon besessen sind, eine Art Poesie in Bewegung zu perfektionieren. Hier kommt der zwanghafte Wunsch der Tennisspieler ins Spiel, ihre Fußballfähigkeiten unter Beweis zu stellen, während sie versuchen, der Gelassenheit zu entkommen, zu der sie praktisch gezwungen werden. Den Ball mit den Füßen statt mit dem üblichen Schläger zu schlagen und dabei trotzdem seine beeindruckende Eleganz beizubehalten; sich vorzustellen, auch nur für einen Moment weg von der Einsamkeit eines Tennisspielers zu sein. Auch der Fußball — insbesondere einige Sportler — legt besonderen Wert auf Eleganz, bleibt aber von Natur aus ein freiererer Sport, der nicht durch die Wahrnehmung der Fans eingeschränkt wird.

Der technische Grund

Lassen Sie uns all die technischen und beweglichen Gemeinsamkeiten untersuchen, die Tennis und Fußball näher zusammenbringen. Zuallererst sind Tennisspieler für ihre schnelle Beinarbeit bekannt, die unerlässlich ist, um Schläge effektiv über das Spielfeld zurückzuschlagen. Diese Agilität überträgt sich auf natürliche Weise auf Fußball und verbessert die Fähigkeit eines Spielers, Gegner zu umgehen, schnelle Richtungswechsel vorzunehmen und in schwierigen Situationen das Gleichgewicht zu halten. Eine weitere offensichtliche Parallele zwischen Tennis und Fußball sind Agilität und Reflexe. Tennis erfordert schnelle Seitenbewegungen und sofortige Einschätzungen als Reaktion auf unvorhersehbare oder gut ausgeführte Schläge, die auch im Fußball häufig vorkommen.

Der Trainingsansatz

Ein weiterer Grund liegt im Training, das erneut das viel diskutierte Thema der Einsamkeit des Tennisspielers zur Sprache bringt. Tennis ist insofern einzigartig, als es immer individuelle Trainingseinheiten beinhaltet, die darauf abzielen, die grundlegenden Fähigkeiten und Techniken des Athleten zu verbessern. Diese Tendenz, alleine zu trainieren, kann im Fußball ein wertvoller Vorteil sein, insbesondere in Positionen mit größerer Verantwortung wie Torwart oder Innenverteidiger. Die Einführung individueller Übungen, die von denen aus dem Tennis inspiriert sind, könnte daher die Fähigkeit eines Fußballspielers verbessern, unter Druck zu spielen und in kritischen Momenten eines Spiels mehr Gelassenheit zu zeigen.

Marken wie Nikeein wichtiger Akteur sowohl im Tennis als auch im Fußball — haben im Laufe der Jahre versucht, eine parallele Erzählung zwischen den beiden Sportarten zu schaffen. Wir erinnern uns an die berühmte Anzeige, in der Rafael Nadal und Cristiano Ronaldo auf einem Tennisplatz mit Schläger und Füßen gegeneinander antreten. All dies lässt uns hoffen, dass es in Zukunft Raum zum Experimentieren geben wird, um zu sehen, ob diese beiden Sportarten wirklich genug Gemeinsamkeiten aufweisen, um auf dem Feld zu konkreten Ergebnissen zu führen.

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