Gerechtigkeit für die Tischtennis-Kits Das nächste Muss dank der Gebrüder Lebrun und Timothée Chalamet

Tischtennis ist eine Sportart, bei der ästhetische und kulturelle Aspekte von großer Bedeutung sind, seit sie 1959 in China nach dem unerwarteten Sieg von Rong Guotan (der ironischerweise ein tragisches Schicksal erlitt) zum Nationalsport erklärt wurde. Dieser Sieg überzeugte Mao Zedong — den ehemaligen Präsidenten der Volksrepublik China — davon, dass Tischtennis dem ganzen Land helfen könnte, kulturell auf der ganzen Welt zu expandieren, und das gelang ihm bemerkenswert gut. Heute dominiert die chinesische Nationalmannschaft diesen Sport mit beeindruckenden 66 olympischen Medaillen (37 Gold-, 21 Silber-, 8 Bronzemedaillen) und ist damit zweifellos die Mannschaft, die am meisten zur Definition einer präzisen Ästhetik für Tischtennis beigetragen hat. Paradoxerweise sprechen wir von Uniformität in einer Sportart, die in der Tat extrem vielfältig ist und auf der ganzen Welt unterschiedliche Namen trägt: „Gossima“, „Tischtennis“, „Whiff Waffe“, „Parlour Tennis“, „Indoor Tennis“, „Pom-Pom“, „Pim-Pam“, „Netto“, „Royal Game“, „Tennis de Salon“. Die Uniform ist jedoch ein wesentliches Element im Spiel selbst. Vor allem, weil Tischtennis ein Mannschaftssport ist und, wie bei jedem seriösen Mannschaftssport, Uniformen aus mehreren Gründen unverzichtbar sind.

Darüber hinaus ist das Konzept der Uniform in einer Nation wie China, die eine entscheidende Rolle bei der weltweiten Verbreitung von Tischtennis gespielt hat, kulturell relevant. Denken Sie zum Beispiel an Institutionen: In China sind Schuluniformen immer noch Pflicht. Selbst in der Anime-Kultur basiert Cosplay auf einer einheitlichen Ästhetik, die es den Fans ermöglicht, sich visuell mit ihren Lieblingscharakteren zu identifizieren. Heute tauchen neue kulturelle Phänomene auf, deren konvergierende Kräfte Pingpong zu Weltruhm verhelfen und in der Folge zu einer Anerkennung eines Mainstream-Publikums führen, das der Sport nur selten erreichen konnte. Vor allem Tischtennis verdankt es dem Spielfilm Marty Supreme, dessen Handlung auf der Welt des Pingpongs basiert. Es erzählt die Geschichte des Profispielers Marty Reisman, der von Timothée Chalamet porträtiert wird. Nach der weltweiten Medienwirkung von Challengers von Luca Guadagnino mit Zendaya in der Hauptrolle scheint Marty Supreme bereit zu sein, den Schlägersport auf ein höheres Niveau der Wertschätzung zu bringen. Ein weiteres kulturelles Phänomen trägt die Handschrift der Gebrüder Lebrun.

Wie Ping Pong Coolness geboren wurde

Alexis (geboren 2003) und Félix (geboren 2006) haben nicht nur für ihre herausragenden Sportergebnisse auf sich aufmerksam gemacht, die lange vor den französischen Olympischen Spielen erzielt wurden (wo sie in Paris mit Simon Gauzy die Bronzemedaille im Teamevent gewannen), sondern auch durch ihren Stil hervorgegangen. Ja, denn mit ihrer Brille und ihrem „nerdigen“ Highschool-Look heben sie sich bereits deutlich von ihren Konkurrenten ab. Darüber hinaus hatten sie das Glück, an einer der ästhetisch kuratiertesten Veranstaltungen aller Zeiten teilzunehmen: vom Aussehen der Schützen Yusuf Dikeç und Kim Ye-Ji bis hin zur formellen Kleidung der Nationalmannschaften, die auf die Mode hindeutete. Und so verlagert sich der Fokus von einer Brille und einem bewusst stereotypen Haarschnitt unweigerlich auf die Uniformen, die im Wettkampf getragen werden. Kurz gesagt, wenn diese beiden Tischtennisspieler die letzten Menschen zu sein scheinen, die sich für die ästhetische Seite interessieren, verwandelt sich ihr scheinbares Desinteresse in einen Stil, der automatisch die Tradition der Tischtennis-Kits unterstreicht.

Ja, denn obwohl die Uniformen der französischen Goldjungen nicht besonders aufregend sind, gibt es viele andere erwähnenswerte Optionen. Diese Outfits tragen, genau wie verschiedene Elemente im Zusammenhang mit dem Tenniscore-Trend, dazu bei, dem Sport mehr Platz in der Popkultur zu verschaffen. Unter den Bekleidungsmarken war Palace Skateboards die erste, die auf eine vom Tischtennis inspirierte Ästhetik setzte (wenn auch etwas subtil). Dies ist einer einzigartigen Zusammenarbeit mit Stella Artois zu verdanken, als das Unternehmen Tennisartikel von Slazenger, einer historischen Schlägermarke, auf den Markt brachte. Neben den Trikots der chinesischen Tischtennis-Nationalmannschaft gibt es zahlreiche Marken, die sich auf innovative Designs konzentrieren. Sie treten in die Fußstapfen von Marken, die vom Fußball inspiriert sind, und suchen ständig nach kreativen Wegen, Bekleidung für eine Sportart, die traditionell weniger mit Mode in Verbindung gebracht wird, neu zu interpretieren.

Ein bemerkenswertes Beispiel ist Little Tokyo Table Tennis, ein Geschäft in Los Angeles, das Tischtennisuniformen mit einem lustigen Twist neu interpretiert und beispielsweise Wettkampftrikots von Marken wie Mizuno, Butterfly, Yasaka und Nittaku mit einem Delfin verziert. Die Freiheit, die diese Marken zum Ausdruck bringen, stellt das ursprüngliche Konzept der Uniform in Frage, doch genau das braucht der Sport, um ein deutlich breiteres Publikum anzusprechen, auch wenn es nur Zuschauer sind.

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