Reusch, das berühmteste Sporthandschuhunternehmen der Welt (nicht nur Torwarthandschuhe)

Es gibt Marken, die nicht nur Branchenführer sind. Sie werden zum Synonym für ihre eigenen Produkte. Wenn im Sport von Handschuhen die Rede ist, fällt einem als Erstes der Name Reusch ein. Reusch wurde 1934 in Deutschland gegründet und war 1973 das erste Unternehmen, das Torwarthandschuhe im Fußball einführte. Dabei konzentrierte man sich nicht nur auf die fortschrittlichsten Technologien, sondern auch auf ein markantes und leicht erkennbares Design: Der Markenname ist auf beiden Zeigefingern aufgedruckt und der Pfeil auf der Rückhand. Reuschs Wirkung geht jedoch über den Fußball hinaus. Alpiner Skisport ist eine weitere Sportart, bei der die Produkte von Reusch den Maßstab für alle Wettbewerber setzen. Ein klares Beispiel ist R-LOFT, ein System, das direkt vom Unternehmen entwickelt und patentiert wurde, um die Wärme in den Handschuhen zu speichern.

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Eines der Hauptziele bei der Herstellung von Handschuhen ist es, die Isolierung des Handschuhs vor äußeren Einflüssen sicherzustellen. Zwei weitere wichtige Elemente sind Schutz und Halt. Das bestätigt Lara Colturi, eine 2006 geborene Skifahrerin und Reusch-Botschafterin, die wir in Vignate in der Nähe von Mailand am neuen Hauptsitz des Unternehmens getroffen haben — einer hochmodernen Anlage, die aus einer Investition von fast 20 Millionen Euro hervorgegangen ist.Handschuhe während eines Rennens“, erklärt Colturi, „sind aufgrund des Griffs an den Stangen, des Starts, der Geschwindigkeit und der Stöße sehr wichtig. Beim Slalom stoßen wir auf Tore, während es beim Riesenslalom vorkommen kann, dass man den Schnee mit der Hand berührt. Du brauchst Schutz. Es klingt offensichtlich, ist es aber nicht. Dann muss der Handschuh bequem sein. Mit Reusch hatte ich nie Probleme. Die letzten Dinge, die ich anziehe, sind Handschuhe und Helm, und dann kann es losgehen.“

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Die Entwicklung und Herstellung eines Handschuhs erfordert eine lange Reihe von Überlegungen: ob Knöchelprotektoren für die Finger hinzugefügt werden sollen oder nicht, welche Art von Polsterung verwendet werden soll und welche Art von Handgelenkverschluss, je nachdem, ob der Handschuh über oder unter der Jacke getragen wird. Ästhetisch werden Farben und Muster berücksichtigt, nicht aber das Logo: ein stilisiertes R, bei dem der obere Teil die Querlatte eines Fußballtors und der vertikale Teil ein Slalomtor symbolisiert. Eine weitere Überlegung ist, ob Sie sich für ein Design mit fünf freien Finger entscheiden, das weniger Schutz vor Kälte bietet, oder ob Sie ein Fäustlingdesign einführen möchten, das nur den Daumen frei lässt und den Rest der Handfläche bedeckt und so für mehr Wärme sorgt. Dies ist je nach Veranstaltung selbst für Sportler ein Dilemma: „Das hängt von der Außentemperatur ab“, betont Lara Colturi. „Manchmal müssen wir bei Temperaturen von bis zu -30 oder -40 Grad Celsius Rennen fahren, daher ist mir ein fester Griff etwas weniger wichtig und ich bleibe lieber warm, als eine gefrorene Hand zu haben. In letzter Zeit trage ich Fingerhandschuhe im Riesenslalom und Fäustlinge im Slalom. In ästhetischer Hinsicht habe ich auch eine Zusammenarbeit mit Reusch geschlossen, die dem touristischen Segment gewidmet ist. Ich bin glücklich und ich mag es wirklich. Ich mochte es schon immer, meinen Anzug, meinen Helm und meine eigenen Farben zu personalisieren — das ist etwas, das mir sehr am Herzen liegt.“

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In Italien geht es bei Reusch nicht nur um Fußball und Skifahren, sondern auch ums Schwimmen. Seit 2023 ist es der offizielle Vertriebspartner von Speedo. Eine Partnerschaft, die zwei Elite-Marken im Bereich der Forschung und Entwicklung von Hochleistungswerkstoffen verbindet. Denn genau wie die Wahl des richtigen Handschuhs das Endergebnis beeinflussen kann, kann auch die Wahl eines Badeanzugs das Endergebnis beeinflussen. „Es muss bequem sein“, sagt uns Simona Quadarella, Silbermedaillengewinnerin im 1500-Meter-Freistil bei den Weltmeisterschaften 2025 in Singapur. „Ich nehme an Langstreckenrennen teil, also muss es weich sein, nicht zu eng. Es braucht einen leichteren Stoff, und deshalb fühle ich mich bei Speedo gut. Jeder braucht seinen eigenen Anzug, abhängig von seinem Körpertyp und der Entfernung. Du spürst den Unterschied zwischen dem Trainingsanzug und dem Rennanzug. Leute außerhalb des Sports wissen das vielleicht nicht, aber es dauert eine Weile, bis wir den Rennanzug anziehen, weil er sehr eng ist. Das An- und Ausziehen dauert lange. Es ist sehr eng, du musst aufpassen, dass du es nicht zerreißt, da es leicht mit den Nägeln reißen kann oder wenn du zu fest ziehst. Es wird wie eine zweite Haut.“

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