Die Karte der englischen Sportbekleidungsmarken Von London und Manchester nach Leicester und Nottingham

Die Saison 2025/26 hebt die Premier League als die internationalste aller Zeiten hervor. 70,7% der Spieler kommen aus dem Ausland. Die Liga ist nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in Bezug auf Partnerschaften weltoffen: Nur ein Viertel der Premier League-Klubs hat einen englischen Trikot-Lieferanten, wobei das Adidas-Nike-Duopol die Szene dominiert und 11 von 20 Vereinen beliefert. Dennoch zeigt der britische Zulieferermarkt nach einem Tiefpunkt in den frühen 2010er Jahren Anzeichen einer bescheidenen Erholung. 2013/14 erreichte er seinen Tiefpunkt, als nur ein Premier League-Club eine englische Marke trug. Um eine Saison zu finden, die von englischer Ästhetik dominiert wird, muss man bis 1992/93 zurückgehen, als 19 von 22 Vereinen inländische Trikot-Lieferanten hatten. Die goldene Ära der englischen Sportbekleidungsmarken scheint weitgehend hinter uns zu liegen, obwohl es eine Zeit gab, in der ikonische Labels eine starke englische Tradition in der Sporttextilindustrie aufbauten.

Umbro regierte jahrzehntelang an der Spitze und belieferte von den 1940er Jahren bis heute fast jeden englischen Proficlub mit Trikots und wurde so zum Inbegriff des britischen Sportbekleidungslieferanten. Von den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre war Bukta, 1879 in Stockport gegründet, ein führender Akteur. Im gleichen Zeitraum erfreute sich Admiral Sportswear mit Sitz in Leicester mit seinen unvergesslichen Trikots großer Beliebtheit. In den 1980er Jahren gab es einen kurzen, aber explosiven Boom für zahlreiche Marken, von denen einige nicht mehr existieren. In der ersten Hälfte des Jahrzehnts führte Osca die Führung an, später folgten Spall, Scoreline und Ellgren.

In den frühen 1990er Jahren entstanden Marken wie Matchwinner (ursprünglich schottisch), Influence, Ribero und später Super League sowie Avec, die kurzlebige Erfolge feierten. Der Sportschuhgigant Reebok, seit den 1980er Jahren Amerikaner, aber in Bolton gegründet, belieferte um die Jahrtausendwende viele Clubs, ebenso Lonsdale zwischen 2004 und 2007. Bis 2019 blieben Marken wie Carbrini, Vandanel und Sondico in den unteren Ligen aktiv, während heute neue Namen wie Castore, SUDU, Reflo und Oxen sowohl in England als auch im Ausland an Bedeutung gewinnen.

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Es ist selten, dass Clubs eine langfristige Partnerschaft mit einer Marke aus ihrer eigenen Stadt pflegen. Eine bemerkenswerte Ausnahme ist die langjährige Beziehung zwischen TAG Sportswear und Burton Albion, die seit 1994 besteht. Wenn man sich die Ursprünge dieser englischen Sportbekleidungsmarken ansieht, ist die textile Identität des Nordwestens offensichtlich. Cheshire, Lancashire und insbesondere der Großraum Manchester haben eine jahrhundertealte Tradition in der Branche. Neben dem Nordwesten liegen Yorkshire und Humber, gefolgt von bestimmten Städten, die für Sportbekleidung bekannt sind: Leicester und Nottingham in den East Midlands und natürlich die Hauptstadt London.

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