Wie viel verdienen Athleten für eine olympische Medaille in Milano Cortina? Von Italien nach Kasachstan

Eine Rekordausgabe für Italien bei den Olympischen Winterspielen. Die 30 Medaillen, die sich 2026 in Milano Cortina bisher gesichert haben, sind ein Allzeithoch für das Team Italien. Der bisherige Rekord, der 1994 in Lillehammer mit acht Gold-, vier Silber- und zehn Bronzemedaillen für insgesamt 22 Podiumsplätze aufgestellt wurde, wurde offiziell übertroffen. Von den doppelten Goldtriumphen von Federica Brignone und Francesca Lollobrigida bis hin zu den herausragenden Leistungen von Sofia Goggia und Lisa Vittozzi, von den unerwarteten Bronzemedaillen im Eiskunstlauf und Snowboarden bis hin zu den Siegen im Rennrodeln — die Azzurri definieren Winter-Exzellenz neu. Aber wie viel verdienen Sportler eigentlich, wenn sie eine olympische Medaille gewinnen?

Wie viel verdienen italienische Athleten für eine olympische Medaille?

CONI — das italienische Nationale Olympische Komitee — hat für Milano Cortina 2026 die gleiche Preisgeldstruktur bestätigt, die für die Olympischen Spiele 2024 in Paris eingeführt wurde. Dies bedeutet, dass eine Goldmedaille 180.000€ brutto, eine Silbermedaille 90.000€ brutto und eine Bronzemedaille 60.000€ brutto wert ist. Diese Zahlen können erheblich steigen, wenn Leistungsprämien von nationalen Verbänden, Militärsportgruppen und natürlich lukrative Sponsorenverträge berücksichtigt werden.

Wie es im Vergleich zum Rest der Welt abschneidet

Italien gehört zu den großzügigsten Nationen, wenn es darum geht, seine Medaillengewinner zu belohnen. Laut Untersuchungen von CNBC vergeben die Vereinigten Staaten 38.000 USD für Gold, 23.000 USD für Silber und 15.000 USD für Bronze. Kanada bietet 15.000$ für Gold, 11.000$ für Silber und 7.000$ für Bronze. In der Zwischenzeit erhält Lucas Pinheiro Braathen vom Brasilianischen Olympischen Komitee 67.000 US-Dollar für seine Goldmedaille im Riesenslalom.

Norwegen, das derzeit den Medaillenspiegel anführt, vergibt keine Boni für einzelne Medaillen. Stattdessen erhalten die Athleten ein festes Jahresstipendium in Höhe von 160.000 norwegischen Kronen sowie Zugang zu Elite-Trainingseinrichtungen und umfassender medizinischer Unterstützung. Das Vereinigte Königreich hingegen gewährt keine direkten Medaillenprämien, da die finanzielle Unterstützung der Athleten in erster Linie durch staatliche Mittel erfolgt, die den nationalen Verbänden zugewiesen werden.

Die Ausnahme von Singapur und Kasachstan

Nach Schätzungen von CNBC ist Singapur das Land, das die höchste Auszahlung für olympisches Gold bietet: beachtliche 792.000 USD. Die Zahl spiegelt wider, wie unwahrscheinlich eine Medaille einst schien. Faiz Basha war nicht nur der einzige Athlet, der Singapurs Delegation bei den Olympischen Winterspielen vertrat, sondern auch der erste, der bei den Winterspielen für das Land antrat.

Mikhail Shaidorov wird unterdessen 250.000 US-Dollar für seine Goldmedaille im Eiskunstlauf mit nach Hause nehmen — und profitiert dabei von den unerwarteten Stürzen des großen Favoriten Ilia Malinin. Der Preis spiegelt den Bonus wider, den das kasachische Olympische Komitee für jeden Athleten festlegt, der olympisches Gold gewinnt.

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